AUTO - FREIZEIT - SPORT 2016 Der Bericht

4. 21. 2016

 

 

Nach Saharastaub 2014 kommt 2016 Dauerregen…

Trotzdem starteten 80 Fahrer beim 2. TTSC-Lauf 2016 auf dem Volksfestplatz im Rahmen der vierzigsten Auto-Freizeit-Sport-Messe. Nach dem sonnig-warmen Wetter beim AFS-Rennen 2014, bei dem man getrost mit T-Shirt herum laufen konnte, mussten diesmal die Winterjacke und der Regenschirm zum Einsatz kommen. Dem sonst so trockenen Unterfranken blieb aber an dem Wochenende auch nichts erspart. Nach einem freundlichen Wetter am Donnerstag zum Aufbau kam DJI00765am Freitagmorgen die erste Regenfront. Glücklicherweise kam die Sonne am Nachmittag dann doch nochmal durch wodurch die Schaeffler-Buggy-Cup-Läufe ab 14:00 Uhr regelmäßig ausgebucht waren. Dazwischen nutzten schon viele TTSC und STW-Fahrer die Möglichkeit zu Trainieren.

DJI00838IMG 0355Am Samstag wurde das Fahrerlager dann zur kleinen Zeltstadt. Insgesamt 25 Zelte + zwei Wohnmobile und ein Anhänger waren im Einsatz. Ein ganz besonderes davon hatte Oliver Hub aufgebaut. Dieses gleichte aber nicht einem „Modellbauschrauberzelt“ sondern einem Kommandostand eines Formel 1 – Teams. Nicht nur von der Optik, sondern auch von der Funktion. So wurde Oliver beim Fahren ständig über Boxenfunk über seine Position und den aktuellen Abständen zu den Vorder- und Hintermännern informiert. Oliver war es auch, der die Audioanlage von seiner Firma H-Light gestellt hatte. Mit dieser wurde das eine oder andere Intro eingespielt und die Siegerehrung untermahlt. Das die Anlage richtig „Wums“ hatte konnten die Nachbarn bestätigen ;-)

Der Schaeffler-Buggy-Cup:

IMG 0410IMG 0411Wie schon erwähnt durften auch Zuschauer Ihre Künste am Lenkrad beweisen. Dies wurde auch an den beiden Tagen (Freitag und Samstag) gerne angenommen. Die Firma Schaeffler stellte dazu vier Tamiya RC-Buggys. Die Teilnehmer durften nach ca. 3 Minuten Training ein 2-Minuten Rennen ausfahren. Patrick Katzenberger setzte an den beiden Tagen die Bestmarke mit 5 Runden in einer Zeit von 2 Minuten und 9 Sekunden. Er hat damit die Teilnahme an einem TTSC-Tourenwagen gewonnen. Zweitschnellster war Joschua Fischer mit ebenfalls 5 Runden in einer Zeit von 2 Minuten und 13 Sekunden. Ein unvergesslicher Anblick war es als eine Gruppe behinderter Jugendlicher sich der Herausforderung stellten. Unsere TTSC-Teamkollegen, die Ihnen auf dem Fahrerstand zur Seite standen waren ergriffen davon, wie sehr sich ein Mensch darüber freuen kann ein Modellauto zu fahren. Als Belohnung für Ihren Mut bekamen alle vier Jugendlichen einen Sachpreis geschenkt.

Das Showfahren:

IMG 0584Wie schon im Jahr 2012 und 2014 waren auch diesmal wieder zu bestimmten Zeiten Showfahrzeuge auf der Strecke. Im ersten Teil zeigten die Verbrenner-Fahrer das die Fahrzeuge nicht nur Lärm machten sondern auch auf der Sprungschanze bis zu sieben Meter weite Sprünge zusammen brachten. Michael Will war mit seinem 1:5 Mini Cooper auch, so schnell es die kleine Strecke zu lies, unterwegs. Eine Familie war für das Showfahren wieder besonders gut vorbereitet - die Familie Wachtel. Marius fuhr ein zur Spaceshuttel umgebauten Buggy, Lorena einen Citrön 2CV mit Wohnanhänger und Papa Matthias sein legendäres Cracy-Frog-Bobby-Car. Den Vogel schoss aber Reinhold Wischert ab, der mit einem Ruderboot auf die Strecke ging. Da es schwer zu beschreiben ist wie es aussah wird hier ein Video folgen.

Das Rennen:

STW:

IMG 0679Nach einer guten Beteiligung im Jahr 2014 war die STW dieses Jahr mit 13 Fahrern in Wertung recht schwach besetzt. Was natürlich etwas an den schlechten Wetteraussichten lag. Ein STW-Renner lässt sich halt einfach nicht so gut Regensicher verpacken wie ein TTSC-Fahrzeug. Die Überraschung des Rennens war hier ganz klar Sascha Malchow, der zwar in der Qualifikation nur auf Rang 13 landete, aber im Rennen dann groß aufzündete. Am Ende landete er auf einem guten zweiten Platz, noch vor einigen etablierten STW-Fahrern. Jan Fuß, der mit seinem Renntruck sicher nicht mit der besten Aerodynamik gesegnet war, hat auch noch einen sehr guten vierten Platz belegt. Sieger wurde unangefochten Michael Kexel aus Waigolshausen. Er siegte in allen drei Finalläufen und knackte im letzten Lauf beinahe die 20 Runden-Marke. Der einzige, der im auf Dauer das Wasser hätte reichen können war Oliver Helfrich vom ORF Hassfurt. Er wurde leider erst schnell, als die Strecke trocken war.

TTSCmini:

DSC 6271IMG 0670Mit 18 Startern war die Mini-Klasse wieder fast auf dem hohen Niveau vom Hallenrennen im Februar. Mit Niklas Stüber hatten wir auch wieder einen Neuzugang in unseren Mini-Reihen. Er fuhr als jüngster Mini-Teilnehmer auf einen sehr guten vierten Platz im B-Finale. Dort hatte Joe Leibold die Nase vorne und siegte vor Sebo Stalla und Michael Lang. Joe wechselte am Wochenende mehrmals zwischen seinen M-Chassis (M05 und M06) hin und her. Deshalb war er mal mit Opel Speedster oder Fiat Abarth unterwegs. Beim Fiat hatte er bei einem Lauf auch eine Inboard-Kamera verbaut. Wir sind gespannt auf die Aufnahmen. Das A-Finale war unheimlich hart umkämpft. Jedes Finale gewann ein anderer Fahrer. Letztendlich hatte der die Nase vorne, der bei seinem Sieg die beste Zeit fuhr. Und so holte mit etwas Glück (nur 0,5 Sekunden Vorsprung) Damian Kratochwil den Sieg. Der etwas unglückliche Zweite wurde dann unser Mister Mini Matthias Raab. Er hatte in einem Lauf gesiegt und war in den beiden anderen Läufen immer nur Bruchteile einer Sekunde hinter dem Sieger…

TTSC:

DSC 6173DSC 6308Unsere Königsklasse mit wieder beachtlichen 49 Startern. Diese teilten sich auf fünf Finalgruppen auf. Die hohe Teilnehmerzahl ist natürlich auch dadurch zu begründen, da man einen TT01 oder TT02 ohne großen Aufwand fast zu einem U-Boot umbauen kann. Die passenden Regenhauben, die zu diesem Rennen bei der Rennleitung im Angebot waren, fanden auf jeden Fall reißenden Absatz. Karl Ruppert, unser ältester Teilnehmer (60 Jahre), holte sich im E-Finale den Sieg vor Fynn Schmid und unserem Rolli-Fahrer Philipp Niedermeyer. Unser jüngster Teilnehmer Kilian Müller (5 Jahre) fuhr sein bis dahin bestes Rennen und wurde das erste Mal nicht Letzter oder Vorletzter.

Unser Reinhold Wischert zeigte im D-Finale, dass er nicht nur mit einem Ruderboot (siehe Showfahren) gut auf der Strecke unterwegs ist. Er siegte vor einem unserer Jüngsten Fahrer Jonah Hollmeyer aus Fuchsstadt und Marius Wachtel.

IMG 0611IMG 0616Unser Mann mit Boxenfunk Oliver Hub landete im C-Finale und wurde dort auf den fünften Platz von zehn gecoacht. Die Pokale räumten dort Enrico Wagner auf dem dritten Platz, Pfister Eric auf dem Zweiten und Gianni Cappeletti auf dem ersten Platz ab. Der Schaeffler-Jugendfahrer Janik Aumüller, der wieder mit dem Förderfahrzeug von Schaeffler unterwegs war landete auf einem guten fünften Platz im C-Finale. Das machte eine Steigerung um acht Plätze gegenüber dem 1. TTSC-Lauf 2016. Wenn das so weiter geht, sehen wir Ihn bald im B-Finale. Und das obwohl er noch nicht mal ein eigenes Auto hat!

Im B-Finale waren durch die Bank Topfahrer unterwegs. Wobei die Überraschungen des Tages zwei Fahrer waren: Tobias Creuzberg auf Rang drei im B-Finale und David Götz auf Rang neun. Beide haben sich damit extrem gesteigert zu den letzten Rennen. Den Sieg und den zweiten Platz holten allerdings immer noch alte Rennhasen. Peter Fischer landete auf Rang zwei und wurde damit nur ganz knapp von Frank Andreas geschlagen. Die Bestzeit im B-Finale setze aber der bereits erwähnte Tobias Creuzberg. Mit seiner Zeit hätte er sich sogar ins A-Finale qualifizieren können. Wir sind gespannt auf das nächste Rennen in Estenfeld.

IMG 0485IMG 0734A-Finale: Hier war die Creme de la Creme unterwegs. Wobei unser Meister und Vizemeister in der Quali leichte Probleme hatten. Pascal fand kein passendes Setup auf die ständig wechselnden Bedingungen und landete nur mit Glück noch im A-Finale auf dem Startplatz neun. Auch Daniel Fischer konnte seine Klasse nicht unter den rutschigen Streckenverhältnissen ausspielen und startete von Platz drei aus. Überrascht wurden die etablierten Fahrer von unserem AFS-Gastfahrer Moritz Kolb. Der Ex-Meister von 2012 fuhr am Sonntagmorgen auf Regennasser Fahrbahn mit dem AFS-Golf wie entfesselt eine Bestzeit nach der anderen. Je mehr die Fahrbahn am Sonntagnachmittag abtrocknete, umso mehr schmolz dieser Vorteil dahin. Aber trotzdem alle Achtung was Moritz nach drei Jahren Rennpause wieder zusammen gebracht hat. Wir sind gespannt ob wir Ihn dieses Jahr nochmal auf der Strecke sehen werden. Die Karten für den Sieg waren bei diesem Rennen komplett neu gemischt. Daniel und Pascal schafften mit Platz vier und fünf Schadensbegrenzung. Auch unser souveräner Sieger von Lauf eins Maximilian Stalla konnte nicht wie gewünscht auftrumpfen und wurde nach einem Finalausfall noch Dritter. Den Sieg holte Michael Kexel, der damit einen Doppelsieg in der TTSC und der STW landete und damit der neue König der AFS-Rennstrecke ist. Nachdem Steffen Köhler zweiter wurde, schaut die aktuelle Rangliste recht lustig aus: Maxi führt mit 239 Punkten vor Michael Kexel, Steffen Köhler, Pascal Leibold und Daniel Fischer, die alle 235 Punkte haben. Das wird dieses Jahr ein harter Meisterschaftskampf!!Jetzt geht es im Juni nach Estenfeld, hier ist Daniel Lokalmatador – wir sind gespannt.

Fazit:

IMG 0623Toll wie die Fahrer dem Wetter getrotzt haben und den Zuschauern eine super Show geboten haben. Das TTSC-Team hat für dieses Rennen wieder alles gegeben. Aber nicht nur das TTSC-Kernteam haben fleißig mitgeholfen, sondern auch viele andere, wie z.B. die Familie Hollmeyer, die ja bereits in Bad Kissingen sehr viel zu unserem Hobby beiträgt. Ein Gerd Pfister oder ein Christian Forke haben extra Urlaub für unsere Aktion geopfert und waren bereits am Donnerstag beim Aufbau mit von der Partie. Vielen Dank dafür!

Wir haben unser Hobby vielen Zuschauern näher gebracht und neben den Nachwuchstalenten des Schaeffler-Cups haben sich schon einige sehr interessiert gezeigt. Wir freuen uns bei unseren nächsten Rennen über deren Besuch und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Euer

TTSC-Racing-Team

Ralf Müller

 

Bilder zu der Veranstaltung findet Ihr hier...

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