Knapp am Donnerwetter vorbei beim 3. TTSC- und STW-Lauf 2017

6. 10. 2017

 

 

3. TTSC Lauf 2017 – Knapp vorbei am Donnerwetter

Einen für Anfang Juni heißen Tag mit Tendenz zum Unwetter kündigte der Wetterbericht an. Es wäre nicht das erst Mal das in Estenfeld die Fahrerlagerzelte davon geblasen wurden. Das drohende Gewitter im Nacken traten trotzdem fast 70 Fahrer beim 3. Lauf am 03. Juni in Estenfeld an. War im letzten Jahr der Trainingsfreitag noch total verregnet, hatten diesmal die Gelegenheit, sich auf die geänderte Fahrtrichtung einzustellen, viele genutzt.
Die vielen TTSC-Neueinsteiger aus den letzten Rennen war die Fahrtrichtung egal, die meisten sahen am Samstagmorgen die Strecke in Estenfeld zum ersten Mal. Vor allem für den, mit Enrico Simon und dessen Vater Wolfgang angereisten, Matthias Trunk ging um 9 Uhr früh alles schnell und unerwartet. Er war eigentlich nur mit den beiden zum Zuschauen angereist, da aber noch ein TTSC-Leihfahrzeug frei war, bot Ralf Müller Ihm diesen kostenlos zum Teilnehmen an. Nach fünf Gedenkminuten nahm er das Angebot an und fuhr im ersten Vorlauf zum ersten Mal einen RC-Tourenwagen auf einer Rennstrecke.
Neben Matthias Trunk war Benjamin Dachiel der zweite TTSC-Leihfahrzeugfahrer. Er hat bereits in Sonneberg Erfahrung beim Tamiya Fighter-Cup gesammelt und schaffte es bei seinem ersten Rennen gleich bis ins C-Finale.KU1A0385

D-Finale:

Das war das Finale unserer Neueinsteiger und Nachwuchsfahrer. Zwar erst seit vier Rennen dabei, konnte sich Enrico Simon souverän den Sieg holen. Wurde er im ersten Durchgang noch von Nils Möller um 0,1 (!!) Sekunde ganz knapp geschlagen, holte er sich in den beiden anderen Finalen zwei Laufsiege. Daran konnten auch seine härtesten Verfolger Nils Möller und Steffen Winterholt ändern.
Matthias Trunk kam im D-Finale auf den fünften Platz.

C-Finale:

Das C-Finale war gut gemischt mit jungen Rookies (Alexander Pufe, Benjamin Dachiel) und erfahrenen Fahrern (Reinhold Wischert, Philipp Niedermeyer) und zwei unserer drei Damen (Lorena Wachtel und Sabrina Handwerker).
Um den Sieg kämpften aber nur zwei Fahrer. Das waren der Lokalmatador Nico Seitz und David Götz vom MCC Bad Kissingen. David fuhr trotz seines letzten Startplatzes ein tolles Rennen und holte sogar im zweiten Lauf einen überragenden Sieg mit 9 Sekunden Vorsprung vor Nico. Der konterte aber im dritten Lauf wieder und holte sich wohlverdient den Tagessieg im C-Finale.KU1A0340

B-Finale:

Hier hatte es unseren Jungen TTSC-Topfahrer Paul Wiesner hin verschlagen. Wie vielen anderen hatte er in den Vorläufen etwas Pech und schaffte diesmal den Sprung ins A-Finale nicht. Letztendlich stand er im B-Finale auf Startplatz vier. Was Ihn aber dann nicht davon abhielt sich noch den Sieg vor Polesetter Olaf Rößler zu sichern. Dieser kommt auch trotz der noch wenigen Rennerfahrung immer besser in Fahrt. Olaf hat erst im August 2016 sein erstes Rennen, damals noch mit einem TTSC-Leihfahrzeug, bestritten. Letztendlich gewann Paul sehr knapp vor Olaf. Der um sechs Sekunden schnellere Laufsieg in Durchgang zwei reichte Paul zum Sieg im B-Finale und damit Gesamtrang neun. Doppelstarter Lukas Bandorf holte sich zwar auch einen Laufsieg, gesamt reichte es aber nur für Rang drei.

A-Finale:

Hier war jeder gespannt auf den Konter von Felix Schneider, gegen Pascal Leibold, der den Lauf in Haßfurt gewonnen hatte. Den Kampf um die Pole konnte Pascal auf der Heimstrecke von Felix knapp für sich entscheiden. Im ersten Finallauf war es ein langes Kopf an Kopf-Rennen, was Pascal mit ca. drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Im zweiten Lauf folgte Felix Pascal auch wie ein Schatten, bis er beim Überrunden unglücklich touchiert wurde und sich drehte. Damit hatte Pascal so viel Vorsprung dass Felix bis zum Rennende nicht mehr heran kam. Im letzten Lauf kam dann langsam das angekündigte Unwetter. Es fing an zu Regnen und die Teilnehmer richteten die Autos auf Regen ein. Da Pascal schon zwei Laufsiege in der Tasche hatte konnte er sich den Regeneinsatz sparen, ihn konnte eh keiner mehr den Sieg streitig machen. Auch Damian, der als einziger mit einem Vorderradangetriebenen Auto an den Start ging, hielt es für besser auf den Start zu verzichten. So war das Feld bereits auf sechs Fahrer dezimiert. Felix setzte auf ein spezielles Regenauto, womit er aber direkt am Start ein Getriebeproblem hatte und deshalb ausschied. Das Nutze Ralf Müller gnadenlos aus und holte den dritten A-Finalsieg vor Markus Lang und Patrick Katzenberger. Dieser erste Platz reichte Ralf für den Gesamtrang zwei hinter Pascal und vor Felix.
Wäre Felix nicht ausgefallen wäre es sicher anders ausgegangen. Auf der Strecke war er deutlich schneller als Ralf. Um die Meisterschaft weiterhin spannend zu halten hoffen wir deshalb darauf, dass Felix die Herausforderung „TTSC-Meisterschaft 2017“ noch nicht begraben hat. Es gibt ja noch drei Rennen. Noch kann alles passieren.    

STW – Die Creme de la Creme am Start

Die Estenfelder Strecke ist sehr beliebt bei den STW-Fahrern. Da vom Estenfelder Team auch einige Fahrer bei der Europäischen Meisterschaft ETS teilnehmen, gibt es hier auch viele exzellente Fahrer. Dementsprechend war das Leistungslevel sehr hoch. Neben dem amtierenden STW-Meister Jochen Wiesner war auf seiner Heimstrecke auch der amtierende TTSC-Meister Daniel Fischer am Start.

In den Vorläufen zeigte sich, das das Fahrerfeld sehr dicht beisammen ist, nur vier Fahrer konnten sich etwas absetzen (David Kuschnarew; Maxi Stalla; Felix Schneider und Jochen Wiesner).KU1A0417

Die vier Schnellsten nach den Vorläufen machten dann den Sieg unter sich aus. Es blieb bei der Reihenfolge wie nach den Vorläufen. Die Estenfelder Elite teilten die ersten drei Plätze unter sich auf. Es war aber trotzdem beachtlich wie gut Jochen Wiesner mit seinem doch dürftigen Training bei den Dreien mithalten konnte.

Mit David Kuschnarew stand der dritte Sieger beim dritten Rennen auf dem Podest. Wir sind gespannt, wer sich den Sieg auf dem KFZ-Weis-Raceway in Brebersdorf im August holt. Der vierte Sieger im vierten Rennen? Dort wird der Sieger auf jeden Fall wieder mit Sekt um sich spritzen können.

Hier der detaillierte Bericht über den Mini-Lauf von Matthias Raab:

2 volle Mini Gruppen waren trotz nicht absehbarer Wetterlage nach Estenfeld gereist, um die perfekt präparierte, jedoch aufgrund des Wetters recht staubige Outdoor Bahn des MST Estenfeld unter die Räder zu nehmen. Heiße Favoriten nach dem letzten Lauf in Haßfurt, waren natürlich Steffen F. und Steffen K., die das WE zuvor schon fleißig auf Ihrer Heimstrecke trainiert hatten. Jedoch sollte sich zeigen, dass ein Tagessieg nur über Jochen und seinen „Jägermeister“ Mini Cooper zu holen war. Er setzte die schnellsten Runden an diesem Tag, nach einer Frischzellenkur und (endlich) einem schnelleren Lenk-Servo. An Jochens schnellste Runden kamen die anderen nur auf 2 Zehntel Sekunden ran.

A-Finale

KU1A0286Nach dem Qualifying am Morgen setzte sich Jochen von der Pole ab, gefolgt von Steffen F., Steffen K., Damian und Mr. Mini Matthias. Nachdem Damian etwas Probleme hatte, die Pace zu finden, lief Matthias hinter Ihm auf, während Jochen und die beiden Steffens sich gleich mal absetzten. Nach Fehlern von Steffen F. und Damian liefen Jochen, Steffen K. und Matthias auf Platz 1 bis 3 ein. Stark war ebenfalls die Vorstellung von Jochen Schwab und Peter Fischer, der seinen Allzeit Gegner Michi Dill hinter sich lassen konnte.

Im zweiten Lauf hieß nach harten Zweikämpfen an der Spitze der Sieger Steffen F. vor Jochen W. und Jochen Schwab, Steffen K. konnte nach Fehlern nur den 7. Platz retten. Matthias rettete hinter Jochen den 4. Rang, der amtierende Meister Damian wurde 8., nach seinem Ausfall in Lauf 1. ein kleines Waterloo für den sieggewohnten Mx-5. Peter und Ralf sicherten sich wertvolle Punkte mit Rang 5 und 6. Es ging wirklich rund und es wurde kein Meter verschenkt.

Im 3. Lauf sollte es wieder einen anderen Sieger geben, nachdem Jochen W. den Lauf eigentlich dominiert hatte, konnte er nach einem unglücklichen Zweikampf mit Steffen K. nur den 2. Rang sichern. Unser Newly wed sicherte sich den Sieg überglücklich nach seiner Abstinenz in Haßfurt. 3.wurde Steffen F., der auch in diesem Lauf sauschnell unterwegs war, bei dem alle bis auf Ralf nach kurzem Nieselregen auf S-Grips gewechselt hatten. Matthias kam mit dem Reifenwechsel gar nicht klar, sein VW stempelte nur noch mit der Hinterachse und war sehr schwer zu fahren, was dazu führte, dass er Jochen S. wieder nach Fehlern und ziehen lassen musste. Ralf konnte trotz Slicks nach einem Abflug nur noch Rang 6 vor Peter retten. Damit ging der Gesamtsieg verdient an Jochen Wiesner, vor Steffen Köhler und Steffen Ferschke. Und wieder wurden der Meister und Vizemeister 2016 Damian und Matthias ganz gut gerupft. Die Meisterschaft bleibt damit weiterhin sehr spannend.

B-Finale

Das B-Finale Mini stand in seiner Spannung dem A in nichts nach, hier trumpften im Qualifying schon Lukas Bandorf, Markus Lang und unser Newcomer Leon Dill auf, die alle klar machten, dass Sie heute den Tagessieg im Auge hatten. Auch Joe Leibold, der seinen neu aufgebauten Zweitwagen mit alter Mx5 Karosse und Frontantrieb extra fürs Outdoorrennen neu aufgebaut hatte, kam trotz Setup-Rückstands gut zurecht. Michi Will kämpfte schwer mit seinem Heuschnupfen, was Ihn etwas einbremste an diesem Wochenende.

Der erste Lauf war schon super spannend, und nach tollen Positionskämpfen sicherte sich Markus Lang den ersten Laufsieg vor Lukas und dem super abgebrüht fahrenden Leon Dill, dessen wunderschöner Alfa mit toller Retro Lackierung ein Liebling der Zuschauer war. Joe schnappte sich gleich Rang 4, und wetzte die Messer nach dem letzten Lauf in Hassfurt. Die weiteren Ränge gingen an Michi Will, Michael Lang, David Kratochwil und Thomas Lahner.

KU1A0466Lauf 2 war wieder ein Nervenkrimi, bei dem Lukas nur auf Rang 5 einlaufen sollte! Den Sieg machte Markus Lang vor Michi Will. Man merkte Ihm an, dass er nach der knappen Niederlage gegen Enno in Haßfurt diesmal unbedingt den Tagessieg wollte, und er behielt die Nerven auch in Lauf 2! Den dritten Rang sicherte sich erneut Leon mit seinem Alfa, der wieder jede Chance nutzte und ein tolles Rennen fuhr. Joe sicherte sich auch wieder Rang 4, vor Lukas, Michael L. und Thomas sowie David.

Im dritten Lauf hatte Markus gar nicht vor, irgendwie zu bummeln oder auf den Start ganz zu verzichten, sondern machte hier nochmal klar, dass er heute der schnellste im B-Finale ist. Doch um Rang 2 und 3 sollte noch richtig gefightet werden. Jetzt schlug Leons Stunde, der mit immer mehr Routine und fast fehlerfrei den Alfa auf Rang 2 fliegen ließ, gefolgt von Joe, der sich Rang 3 mehr als verdient hatte! Lukas blieb nur Rang 4, sein Kumpel Michi verzichtete aufgrund seines Heuschnupfens ganz auf Lauf 3.

Damit ging der Tagessieg und das Familienduell verdient an Markus Lang, der sein bisher bestes Mini Rennen fuhr. Leon sicherte sich auch bravourös den zweiten Podiumsplatz vor Lukas, und machte Papa Michael stolz!

Der vermeintlich undankbare vierte Platz ging an Joe, der für seinen ersten M05 Lauf seit langem aber mehr als zufrieden war, will er doch in den Hallenrennen wieder auf seinen M06 setzen.

Bei den letzten A-Final-Läufen drohte uns ein Gewitter die Strecke zu überschwemmen. Der große Regenduscher blieb dann aber doch glücklicherweiße aus. Die Regenhauben konnten bis zum Schluss in den Taschen bleiben. KU1A0469

Alle Mini-Maniacs erwarten nun mit Spannung den Sommer-Lauf in Brebersdorf, auf der bekannt abwechslungsreichen und schwierigen KFZ-Weiß Strecke, wo es hoffentlich auch wieder eine Sprungkuppe für die Minis für tolle Slow-Motion Bilder geben wird. (-;

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