Premiere des neuen M07 beim 4. TTSC- und STW-Lauf 2017

8. 13. 2017

 

 

4. TTSC Lauf 2017 – Brebersdorf

Herrliche Wetteraussichten beim Sommerrennen und Premiere des neuen M-Chassis M07

Nach trüben Tagen in der ersten Ferienwoche klarte der Himmel pünktlich zum Rennwochenende in Brebersdorf auf. Sehr angenehme Renntemperaturen und trockenes Wetter wurden vorhergesagt. Dass das nicht immer stimmt haben wir gleich am Samstag erfahren, ein kleiner 30-Minuten Schauer traf uns genau zu den Vorläufen am Samstag. Genug um auf die Punkteregelung für die Vorläufe umstellen zu müssen.

Glücklicherweise sind wir in Brebersdorf bestens in der Werkstatt von KFZ-Weis untergebracht. Den Fahrerstand hatten wir für Regen gar nicht vorbereitet, der Sonnenschutz hielt aber den kurzen Schauer gut stand.

Urlaubsbedingt etwas geschwächt setzte sich das Fahrerfeld auf 23 TTSC-Fahrern, 8 STW´lern und 11 Mini-Drivern zusammen. Durch die geringe Teilnehmerzahl konnten wir am Sonntag mit den Fahrzeiten großzügig umgehen. Bereits die Vorläufe wurden über 6 Minuten gefahren. Dadurch konnte man den einen oder anderen Fehler wieder „raus fahren“.

In den Pausen wurden auch wieder Zuschauerläufe mit den Schaeffler-Cup – Buggys durchgeführt.

Und mit einem Leihfahrzeug zum ersten Mal am Start war Leonhard Heinlein aus Kützberg. Er hatte sich über das Fighter-Cup-Finale Mitte Juli in Schweinfurt eine Freikarte für ein TTSC-Rennen erfahren. Er schlug sich, trotz technischer Probleme, beachtlich und hatte sichtlich Spaß.

Vom Streckenverlauf wurde diesmal wieder die lange Gerade ohne Schikane gefahren. Das in Verbindung mit der Fahrtrichtung führte wieder zu tollen Sprungbildern am Ende der Geraden. Manch einer nahm den Sprung auch zu optimistisch, was zu Abflügen ins Kiesbett führte.

TTSC:

C-Finale:

Der Erfahrenste Fahrer im C-Finale war Reinhold Wischert. Mit Pech in den Vorläufen landete er auf dem vorletzten Startplatz vor unseren jüngsten Renndame Sarah Pufe. Bereits in den beiden ersten Finalläufen machte Reinhold alles klar und holte sich beide Laufsiege. Dahinter war alles offen bis zum fünften Platz. Im ersten Finale schaffte Kilian Müller ganz knapp den zweiten Platz vor seinem Dorfkollegen Lennart Six. Im zweiten Lauf hatte Kilian Pech und schaffte nach einem kurzen Elektronikaussetzer nur den fünften Rang. Die beiden Gentlemen-Driver Reinhold und Steffen Winterholt entschieden den zweiten Lauf für sich. Im dritten Lauf startete Reinhold nicht mehr und überlies damit Kilian den Sieg in diesem Finale. Dahinter Lennart Six und Steffen Winterholt.

B-Finale:

Hier hatte sich unsere schnellste Lady Sabrina Handwerker die Pole-Position geholt, was sich scheinbar durch die Punkteregelung positiv ergeben hatte. In den trockenen Finalen fuhren Ihr, trotz guter Einzelergebnisse (3, 2 und 3ter Platz) drei Männer um die Ohren. Das Rennen machte Oliver Hub vor Olaf Rößler, der in Brebersdorf sein 1-Jähriges Modellrennsportjubiläum feierte. Christian Schuler hatte mit seinem sauschnellen FWD-Tamiya Probleme mit der Übersetzung.

A-Finale:

Premiere feierte im A-Finale Thomas Herterich. Er hielt sich zusammen mit Lemmy und Lukas Bandorf zurück und versuchte keinem im Weg zu stehen. Davor gab es einen harten Kampf um den zweiten Platz hinter Pascal Leibold, der die Base machte. Mit zwei ungefährdeten Siegen holte er sich den Tagessieg. Dahinter wurde im letzten Finale um alles gekämpft. Nur 10 Sekunden entschieden in den 8 Minuten darüber, dass Ralf Müller statt Zweiter Fünfter wurde. Patrick Katzenberger hatte das bessere Ende erwischt und hatte sich nach einem wirklich guten Renntag den zweiten Platz geholt. Dahinter kam Paul Wiesner auf den dritten Platz. Und das obwohl er nach einem Chassisbruch in den Vorläufen bereits aufgeben wollte.

STW:

A-Finale:

Durch die geringe Teilnehmerzahl von 8 Fahrern gab es hier nur eine Finalgruppe. Matthias Ganz, der seinen besten STW-Renner in Brebersdorf einsetzte wurde mit einem klaren Sieg belohnt. Drei Siege in drei Finalläufen sprachen für sich. Dahinter reihten sich Andreas Rosel und Florian Müller-Fecher auf den Plätzen Zwei und Drei ein.

 

Hier wieder der ausführliche Mini-Bericht von Mr. Mini (Matthias Raab)

Mini

Zum 4. Mal seit Gründung der TTSC Mini Klasse gastierten die kleinen Flitzer bei KFZ Weis in Brebersdorf. Trotz des Sommerlochs und Urlaubszeit traten 10 Minis an, die sich in 2 Gruppen aufteilten. Vor allem die, die in der Meisterschaft 2017 ein Wörtchen mitreden wollten, fanden sich bis auf Damian Kratochwil und Jochen Wiesner alle ein.

Viel wurde in den letzten Monaten spekuliert, und nun war er gleich viermal da, der M07. Jochen Schwab war der Einzige, der konsequent auf neu setzte, und gleich damit ins Rennen ging. Steffen Ferschke und Steffen Köhler wollten erstmal testen, und fuhren noch Ihre sowieso schnellen M05 Pro Version 2. Matthias testete im Training den M07, wollte aber auch ohnehin erst zum Saisonende wechseln. Im Baukasten-Setup war man sich einig, dass das Auto sehr gutmütig zu fahren ist, jedoch noch etwas Agilität fehlt, um in engen Wechselkurven schnell zu sein. Er rollt im Vergleich zum M05 mehr, und lechzt nach den Tuning Stabis. Dennoch ist er auf jeden Fall preislich attraktiv, vor allem, wenn man noch keinen Mini hat und Neueinsteiger ist.

Vorlauf 1 lief erstmal unspektakulär, jeder fuhr sich erstmal warm. Vorlauf 2 brachte dann Regen und aktivierte die Punktewertung! Fast alle wechselten kurzfristig von den Ride oder Sweep auf die S-Grips, außer zum Beispiel Ralf, der aber bald einsah, dass es ein Fehler war bei Slicks zu bleiben. Matthias dagegen hatte auch mit seinen S-Grips kein Glück, die irgendwie noch weniger hafteten. Steffen K. dagegen war wieder in seinem Element mit seinen Lieblingsreifen knallte er ne super Zeit hin, auch Steffen F. war sauschnell und machte klar, dass er dieses Wochenende erneut um den Sieg mitkämpfen wollte! Jochen S. machte in Vorlauf 4 am So auch noch Matthias nieder und war mit seinem M07 ne Sekunde schneller.

A-Finale

Damit hieß die Aufstellung fürs A-Finale Steffen F. vor Steffen K. aufgrund der Punktewertung. Rang 3 für Jochen S., 4. Matthias R. Das Finale komplettierte Lukas Bandorf, der seinen Renn-Papa Michi Will auf Startplatz 6 verwies. Die Finale waren sauspannend, dazu taten die 9 Minuten Fahrtzeit Ihr übriges! Steffen F. Und Steffen K. fuhren sich gleich in einem haarsträubenden Duell um die Ohren und ließen das Feld hinter sich. Erstklassige Positionskämpfe und sehr fair, nur 0,7s trennten Sie am Schluß mit Vorteil für Steffen F, gefolgt von Matthias, der mit weiteren 6s Abstand nach 9 Min. scheinbar abgeschlagen war, aber zumindest Jochens M07 hinter sich ließ. Michi konnte nicht an Lukas vorbei.

Im 2. A-Finale gings erneut über 38 Runden, wieder mit heißem Kampf zwischen unseren Steffens, aber Matthias konnte noch was am Setup finden und konnte Druck machen, schließlich zog er sogar an beiden vorbei nach Fehlern. Die Freude wärte aber nicht lange, nach einem Curb-Kipper zogen die beiden erneut vorbei und Steffen K. gewann den Lauf vor Steffen F. und Mr. Mini. Michi W. konnte Lukas hinter sich halten.

A-Finale Nr. 3 versprach dann absolute Spannung und einen Nervenkrimi par excellence für die beiden Steffens, die wieder von Anfang an das Rennen machten. Matthias war nicht ganz so schnell wie im Lauf zuvor, hatte aber eh nicht den konstante Speed über 9 Minuten. Nach tollen Zitterminuten und Positionswechseln ging Steffen F. als Erster in die vorletzte Runde, und blieb da bis zur Haarnadel vor der Start und Zielgeraden. Da gelang Steffen K. ein besserer Launch aus der Kurve und er zog an seinem Namensvetter auf der berühmt langen Brebersdorf Geraden vorbei, jedoch war Steffen F. so abgebrüht gleich am Ende der Geraden an der Sprungkuppe in der Anbremszone sich innen wieder vorbeizupressen, indem er Steffen in der Kurve nach außen drängte! Die Zuschauer hielten den Atem an, bei diesem abenteuerlichen Manöver, welches Steffen F. den Tagessieg brachte. Verdient, da er saugute Nerven bewies und dem Druck von Steffen K. standhielt.

B-Finale

Wie beim letzten Lauf in Estenfeld, versprach auch das B-Finale wieder atemberaubende Mini Action!

Hervorzuheben war neben Ralf vor allem Peter, der als Einziger Fischer in Brebersdorf aufschlug. Er hat seinen Mini immer besser im Griff, und setzte im Vorlauf immer schon Matthias zu, mit wenigen Fehlern und sehr schnellen Runden mit seinem Opel Speedster. Dennoch blieb im nur Startplatz 2, aufgrund der Konstanz, mit der Ralf seinen John Cooper Works Coupe M05 um die Ecken trieb.

Startposition 3 sicherte sich unser junger Alfa Treter Leon, der nach Estenfeld wieder sehr stark war. Es folgten Joe und Papa Michi Dill . Michi hatte supertolle Einzelrunden, der Alfa ging sauschnell, nur leider auch aufs Dach an den Curbs. Joe’s M05 S Miata ging jetzt endlich akzeptabel, nachdem Ihn zu harte Dämpfer in den Vorläufen um bessere Zeiten brachten.

Finale 1 entschied Ralf für sich, dicht gefolgt von Peter. Sie lieferten sich heiße Zweikämpfe. Joe fuhr sich auf Rang 3 mit seinem unauffälligen, beherzten Fahrstil. Leon verwies Papa auf den Letzten Platz, der auf die 9 Min. nicht mit Leon mithalten konnte und einfach mehr Fehler machte.

B-Finallauf 2 war wieder spannend, und Peter wurde von Leon auf Rang 3 geschoben, gefolgt von Joe und Michi. Ralf behielt die Übersicht, und sicherte sich auch diesen Lauf. Sein Auto lag wirklich gut auf der bekannt anspruchsvollen Strecke bei KFZ Weiß.

Finallauf Nr. 3 war Routine für Ralf, der den Tagessieg schon sicher hatte, aber von Peter unheimlich bedrängt wurde. Sie lieferten sich ein paar Führungswechsel und warteten nach grenzwertigen Manövern aufeinander, absolut faires Racing wurde da von den beiden Gentlemens geboten.

Joe überholte erneut Familie Dill und sicherte sich nochmals Rang 3 vor Leon und Michi. Leider reichten seine beiden 3. Plätze insgesamt nur für den undankbaren 4. Rang, da Leon je einmal auf 2 und 4 ins Ziel kam. Endabrechnung also Ralf vor einem glücklichen Peter, Leon, Joe und angestachelten Michi, der an seinem Curb-Problem arbeiten wird (-;.

Wir vermissten natürlich einige Mini Treter, aber Damian, Edel und Jochen kamen zumindest mal zum Zuschauen vorbei. Es war wieder ein familiäres Rennen bei Theo und Familie, und wir genossen die technisch sehr anspruchsvolle Strecke, die Verpflegung und die, durch die etwas gelichtete Teilnehmerzahl möglichen 9 Minuten Fahrzeit.

Die Saison geht sauspannend weiter, die Rangliste führt nunmehr Steffen F. vor Steffen K. und Jochen W. an, der auch noch unbedingt um die Meisterschaft mit seinem diese Saison saustarken M03 mitreden will. Die Mini Mafia freut sich bereits auf Hassfurt!

 

 

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