Die Große Chance verpasst den ersten Sieg nach über 20 Jahren einzufahren!!

10. 03. 2017

 

 

5. TTSC Lauf 2017 – Haßfurt

TTSC

Das TTSC Wochenende musste ohne die Topfahrer Pascal Leibold und Felix Schneider auskommen, die die Meisterschaftsfrage schon in Brebersdorf geregelt hatten. Dafür gab es viele Neueinsteiger, unter anderem die 3 Gewinner der Fachhochschulaktion in Schweinfurt, von der 3 Studenten und Miterbauer des Formula Student Renners ein Ticket für den Lauf in Haßfurt gewonnen hatten. Alle TTSC Leihautos waren im Einsatz, da Fahrzeug Nummer 4 vom Michael Kugler, demTicketgewinner des Fighter Cup Qualifikationslaufs bei Modellbau Schierling 2017 besetzt wurde.KU1A2692 Ein toller Einsatz der eigentlich in München lebenden Familie, die nur zu Besuch bei der Verwandtschaft war. Was Ralf Müller und die TTSC Crew hier an Nachwuchsförderung leisten, ist beispielhaft und eher selten in der RC-Car Szene. Hervorzuheben war hier wieder mal Michi Will, der alle Leihfahrzeuge neben der technischen Abnahme managte und nebenbei noch seine 2 TTSC (+Mini) Autos am Start hatte.

KU1A2728Alle Finale waren hartumkämpft, aber wie eng es im A-Finale zuging, hatte wohl keiner so erwartet, ohne Pascal und Felix. Hier war der Tagessieg ein harter Fight zwischen TTSC Macher Ralf Müller, Michi Will und dem aufstrebenden Talent Patrick Katzenberger, der am WE wie zuletzt in Brebesdorf mit superschnelle Runden auf sich aufmerksam machte. Ralf allein hatte die nötige Konstanz und Nerven, sich die Pole Position zu sichern. Da er jedoch in 20 Jahren TTSC noch nie einen Lauf gewinnen konnte, wenn man mal vom legendären Mini Lauf im Regen 2016 absah, lastete ein immenser Druck auf Ihm, es endlich heute mal ganz oben aufs Treppchen mit seinem TT01zu schaffen. Die Bedingungen waren ideal. Ralfs Auto lag super auf der Strecke, er fuhr immer sehr sauber und vermied die ganz großen Risiken beim Überrunden und im Zweikampf. Michi war ebenfalls schnell wie schon lange nicht mehr, und der altbekannte rote Ferrari 360 pflügte ebenfalls mit wahnsinnig schnellen Runden durchs Feld, was Ihm Startplatz 2 bescherte. An 3 startete dann Patrick aufgrund von ein paar kleinen Fehlern in den Vorläufen. Ralf gewann souverän Lauf Nr. 1, gefolgt von Michi und Patrick. Lauf 2 ging dann an Michi, was ein spannendes Finale um den Tagessieg im 3. Lauf versprach. Und es wurde nervenaufreibend. Nach mehreren Führungswechseln war Ralf erster in der letzten Runde, der Sieg zum Greifen nah. Quasi im Getriebe von Ralf saß Michi, der sich nochmal an Ralf rangesaugt hatte, gejagt von Patrick. In der letzten Kurve vor der Zielgeraden fuhr Ralf dann den Curb etwas weiter innen als bisher, um einen Angriff von Michi auf der Innenseite auf jeden Fall zu verhindern. Dabei kam es auf der etwas rutschigeren Innenseite des Curbs dann zum Quersteher seines Fahrzeugs, was Michi natürlich eiskalt nutzte und eine Wagenlänge vor Ralf durchs Ziel kam. Ein Fotofinish, das in die Annalen der TTSC eingehen wird. Ralf trug es mit Fassung, denn auch für Michi war es der erste Sieg in seiner TTSC Karriere. Patrick hätte das Zeug dazu gehabt, hatte aber an diesem Tag vielleicht noch nicht ganz die Nervenstärke und Abgebrühtheit. Hervorzuheben war auch Marius Wachtel, der auf Platz 4 einlief, direkt vor Paul Wiesner.

Im B-Finale TTSC siegte der Leihautofahrer Michael Kugler mit zwei 1. Plätzen vor Sabrina Handwerker, die gut unterwegs war und sogar den 2. Lauf gewinnen konnte. Alex Pufe, einer unserer Fighter Cup Delegation, lief hervorragend auf Rang 3 ein.

KU1A2900Das C-Finale TTSC war der Tummelplatz unserer Nachwuchstalente, und hier startete auch unser frischer ABC Schütze Kilian Müller, dessen Fahrstil immer sauberer wird. Am besten läuft’s dann noch, wenn Paul Wiesner bei Ihm steht und bei heißen Fights beruhigen kann. Mit diesem Coach und seinen ersten gefahrenen Lipo-Akkus hatte er die Speed, ganz vorne mitzumischen. So lief er je einKU1A2947mal auf Platz 1-3 ins Ziel, eine tolle Leistung für Kilian, auf die er stolz war! Sieger war jedoch Justin Nöth, 3ter Enrico Simon der damit sein großes Ziel, einen Podestplatz, erreichte. Unsere Sarah Pufe, die Kleinste, wurde letzte im C-Finale, doch ist Sie immer gut gelaunt und wird auch immer besser. Da kann der Fighter Cup 2018 kommen!

STW:

Die STW Klasse versprach wieder Adrenalin pur, da diese Renner eigentlich nur in Haßfurt mal so richtig an Ihre Leistungsgrenze und mögliche Topsspeed kommen. Wie von allen Fahrern gewünscht, wurde die ganze Strecke ohne die Querspangen als Abkürzung gefahren.

Als führender in der Meisterschaft und von der Pole Position ging Jochen Wiesner ins Rennen, aber auch Andreas Rosel hatte als zweiter natürlich vor, Jochen in die Suppe zu spucken. Doch lief es für unseren „10- Uhr-Andi“ alles andere als rund, und er hatte drei crashbedingte Reparaturen übers WE und brauchte so viele Ersatzteile wie sonst über die ganze Rennsaison. Es hieß B-Finale für Ihn.

Die Pace im A-Finale machten Jochen, Oliver Helfrich und Marco Wambach sowie Jan Fuß, deren Autos nur so über den Kurs flogen. Matthias Ganz kam nicht ganz so gut in Fahrt, und hatte öfters etwas Probleme, seinen Renner auf Kurs zu halten. Für Ihn lief es nicht so gut an diesem WE, und er konnte nicht in den Kampf an der Spitze eingreifen. Aber es sollte auch nicht Jochens Tag werden, was den Tagessieg anging. Doch damit konnte er gut leben, da Andi ja hinter Ihm blieb. Der verdiente Tagessieg ging wieder an Oliver Helfrich, der als Lokalmatador zeigte, wie man in Haßfurt die Kurven zu fahren hat. Ebenfalls wahnsinnig schnell war Marco Wambach, der konstant schnelle Runden fuhr, und nach einem Startcrash in Lauf 3 zuerst abgeschlagen war, bis er eine unglaubliche Aufholjagd auf Jochen und Oli startete, und am Schluss sich noch den 3. A-Finalsieg holte. Jochen hatte zu kämpfen, um Jan Fuß hinter sich zu halten. Er machte Druck auf Jochen, riskierte aber dennoch kein Überholmanöver mehr. Es wurde tolles Racing zum Mitfiebern für die Zuschauer geboten, von Langeweile keine Spur. Am Schluss siegte Oli vor Jochen, Marco lief je einmal auf 3,2 und 1 ein, und wurde dritter. Rang 4 ging an Ralph Sittler.KU1A2940

Auch im B-Finale STW ging es spannend zu, hier hatte es ja Andi hin verschlagen, der aber heftig gerupft wurde von Flo Müller-Fecher und Jacob Rolf sowie Gianni Capelleti. So konnte Andi nur Lauf 2 gewinnen, Lauf 1 ging an unseren Ur-TTSC ler Michael Häpp, Lauf 3 gewann Flo. Am Schluss blieb Michael nur der undankbare 4. Platz, trotz seines Sieges in Lauf 1. Der lachende 3. war Rolf Jacob. Andi blieb nur Rang 2 hinter Flo, der verdient gewann.

TTSC Mini

Es war glasklar, dass in Hassfurt alle punkten mussten, die um den Meistertitel 2017 noch mitkämpfen wollten. Vizemeister Matthias war 2017 noch komplett ohne Sieg, Jochen wollte gerne siegen, um sein Zählerkonto auf 2 zu erhöhen. Steffen Köhler suchte Genugtuung von Schrauberkumpel Steffen Ferschke, für die knappe Niederlage in Brebersdorf. Das dezimierte Minifeld startete komfortabel mit nur einer Laufgruppe, und in den Vorläufen zeigte sich schon die Dominanz der beiden Steffens. Die beiden Mini-Kumpels, die immer maximal komfortabel zusammen im „Klempner-Sprinter“ schrauben, hatten einen wahnsinnigen Topspeed, und sehr gute Cup-Maschinen am Start. Ein Schlüssel für den High Speed Track in Haßfurt, neben der Wahl der richtigen Bodenfreiheit und Dämpfersetup für die berühmt tückischen Wellen auf der Hassfurter Onroad Bahn. Im Gegensatz zu Brebersdorf setzten beide Steffens voll auf den M07, um schon Erfahrungen für 2018 und Ihr Eurocup-Engagement in „Mini modified“ zu sammeln. Jochen schwor, wie sollte es anders sein, auf seinen treuen M03 Oldtimer, der es dank Spec R-Kegeldiff aber immer noch faustdick hinter der Stoßstange hat, und ebenfalls einen sehr guten Speed mitbrachte. Matthias dagegen fuhr 2 Vorläufe mit M05 und 2 mit M07, die Finale dann aber doch M07, um nicht ständig zu wechseln. Trotz eines anderen Reifensatzes und 4 verschiedenen Motoren, waren seine schnellsten Runden bis auf ein Zehntel identisch, aber ca. 5-7 Zehntel langsamer als die Spitze, durch etwas weniger Topspeed. Ähnlich erging es Ralf und Michi Will, die ebenfalls diese Zeiten der Spitze nicht mitgehen konnten. Somit hieß die Start Reihenfolge Steffen K. vor Steffen F., dem „nur“ Startplatz 2 blieb. Dahinter lauerte dann Jochen auf seine Chance, Mr. Mini startete von der 4 vor Michi und Ralf.KU1A2927

Die Wetterbedingungen blieben erstklassig in diesem Herbst, und wer auf Regen setzte, wurde dieses Mal bitter enttäuscht.

Alle Zuschauer erwarteten nach den Vorläufen, dass Steffen K. von der Pole Position lieferte, und das tat er auch, gnadenlos für alle anderen Minifreunde. Fehlerfreie Siege im 1. und 2. A-Finale sicherten Ihm souverän den Tagessieg und die ersehnte Revanche für Brebersdorf. Auch vom Setup ging sein M07 immer besser von Lauf zu Lauf. Jochen blieb nur der Fight um Platz 2 mit Steffen, was Ihm jedoch erst im 3. Finale gelang. Platz 4 war jedoch für Matthias auch nicht leicht zu halten, Michi ging im 3. A-Finale vorbei, und Ralf hätte wohl auch noch passieren können, wären seine Ride-Slicks nicht schon bis auf die Leinwand durch gewesen! Michi jedoch fuhr noch bis auf den 3. Platz durch und ließ sogar Steffen hinter sich. Tagessieger also Steffen Köhler vor Steffen Ferschke, und Jochen Wiesner.

Leider hatte der verdiente Sieg von Steffen wieder den bitteren Beigeschmack, dass die Qualität der Cup-Maschinen von Charge zu Charge durch häufigen Wechsel der Motorhersteller immer wieder starken Schwankungen unterliegt.KU1A2764 Steffen & Steffen kannten das Phänomen schon vom Eurocup-Finale in Sonneberg und den stundenlangen Selektionsmessungen, die Sie fürs Fighter-Cup Finale durchführen mussten. Aufgrund dessen und auch wegen der guten Erfahrungen von Ralfs diesjähriger Testphase des Carson Dragster- 3 Sets mit 16 turn Motor, sind sich mittlerweile fast alle Mini-Fahrer einig, diese zuzulassen. Auch die Anschaffung des auf ca. 80 € geschrumpften Verkaufspreises (Set ohne Lüfter am Regler) und die wasserdichte Ausführung des Reglers ist ideal für unsere Minis, die bei allen Streckenbedingungen ran müssen. Parallel soll aber die Cup-Maschine für Anfänger und Neueinsteiger erlaubt bleiben, um einen kostengünstigen Einstieg in die Mini-Gemeinschaft weiterhin zu gewährleisten.

Allgemein:

KU1A2741Der ORF Haßfurt hieß die TTSC wieder mit offenen Armen willkommen, und hatte sich viel Arbeit gemacht, was die Verpflegung und die Streckenvorbereitung und –verbesserungen anging. Mit jedem Lauf werden Details verbessert, die Ecken befestigt, Curbs instand gesetzt. Es gab sogar einen Kuchen,KU1A2794 der wie eine Fernsteuerung aussah. Samstag wurde gegrillt, was das Zeug hielt. Sonntagmittag wurde Schichtfleisch, eine Spezialität von Jerome, angeboten. Echt lecker! Die Kids und andere nutzten wieder die Offroad-Strecke und den Crawler-park zum Spielen und Fahren. Bei den Offroad-Freunden kommt einfach jeder auf seine Kosten und die Stimmung ist wie „Urlaub bei Freunden“. Einen herzlichen Dank an alle ORF´ler hier vom gesamten TTSC Team.

 

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