Maßendusche in Brebersdorf

8. 14. 2018

 

 

 

 

Auch 2018 folgte der TTSC Rennzirkus der Einladung des KFZ Weis Teams anläßlich des Brebersdorfer Straßenfestes. Herzlich gern kamen wir nun bereits zum 14. Mal seit Eröffnung der Werkstatt. Immerhin verspricht der Kurs im Hof immer eine große Strecke, einen überdachten, regensicheren Schraubplatz und eine tolle Verpflegung mit dem traditionellen Weißwurstfrühstück am Sonntagmorgen. Dieses Jahr wurde die Gerade voll gefahren, und „hangabwärts“ in die Haarnadelkurve hinein. Das Infield wurde etwas enger gelegt und hatte nochmals 2 Kurven mehr als sonst zu bieten. Dies in Verbindung mit den wechselnden Fahrbahnbelägen, bestehend aus Betonflächen und Kopsteinpflaster, ergab wohl die technisch anspruchsvollste Strecke des Jahres.
Vom Wetter her hielt auch am ersten Augustwochenende die heiße Sommerphase an. Der heftige Gewitterduscher am Samstag war da eine willkommene Abkühlung. Danach stand die Strecke zwar teilweise fast 10 cm tief unter Wasser, aber durch den aufgewärmten Boden war die Strecke 30 Minuten nach Regenende wieder pünktlich zum ersten Vorlaufstart wieder komplett trocken.

 

TTSC-Mini:

Urlaubsbedingt fanden sich nur 9 Minis am Rennwochenende ein, jedoch gab es mit Dominik Stang sogar einen Neueinsteiger aus dem Bamberger Raum, der von der TTSC gehört hatte. Er zeigte sich beeindruckt vom Niveau in der TTSC Mini Klasse, und wurde herzlich bei uns aufgenommen. Komfortabel wurden die Vorläufe in 2 Gruppen gestartet, um dann auch in 2 Finalen gefahren zu werden. Bereits die Vorläufe am Samstag offenbarten deutlich, dass Brebersdorf 2018 der Lauf von Steffen Köhler werden sollte. Sein Auto drückte Fabelzeiten ab, die Samstags sogar schneller waren als die des amtierenden TTSC Meisters Pascal Leibold mit seinem 4WD TT01. Den heißbegehrten 2. Startplatz hatte bis Samstagabend Matthias aka Mr. Mini inne, der relativ fehlerfrei um den Kurs kam, jedoch nicht die Kurvenspeed von Steffen hatte. Sonntagmorgen schlug jedoch erst Steffen Ferschke zurück, der von seinem geliebten M05 auf seinen M07 wechselte. Danach schaltete Jochen Schwab den Turbo ein, und trumpfte im 4. Vorlauf dermaßen auf, dass er fast noch Steffen K. die Pole Position gestohlen hätte. Respekt Jochen, ein Husarenritt! Auch um Platz 5 ging es heiß her, hier kämpften vor allem Joe, Michi und Patrick um die Pace. Joe hatte mit seiner Reifenwahl auch ein gutes Händchen und setzte auf alte 32er Rides kombiniert mit den neuen 30ern an der Hintersachse. Das gab ein sehr wendiges Fahrverhalten mit reichlich Speed aus den Kurven. Unser Neuling Dominik wurde leider durch Elektronikprobleme geplagt, und musste nacheinander alle Bauteile tauschen, bis sich Sonntag dann herausstellte, dass einer der neuen Akkus einen Wackelkontakt hat. Sehr schade für Ihn, doch er will uns wieder besuchen, auch mit seinem Sohn.

 

Somit hieß es 4 Mann in jedem Finale. Im B fightete Michi, Patrick und Lukas mit Joe. Doch je mehr Grip die Strecke bekam, desto kippfreudiger wurden die Minis in den engen Kurven, sodass man es sich kaum leisten konnte, einen Curb zu berühren. Das wurde Joe ein bisschen zum Verhängnis, der nach seinem ersten Finallauf nicht mehr so fehlerfrei agieren konnte, wohl auch wegen der noch griffigeren 32er Mischung vorne. Deutlich ruhiger lag Michis Mini Cooper, der nach den durchwachsenen Vorläufen immer besser wurde. Patrick war auch wieder sehr schnell mit seinem Datsun unterwegs und sicherte sich das erste Finale mit einem sehr guten Durchlauf. Vor Michi. Finale 2 ging an Michi vor Patrick, sodass Lauf 3 das Ergebnis bringen musste. Michi hatte den längeren Atem, und sicherte sich am Ende den Tagessieg mit dem Gewinn des 3. B-Finales. Joe lief 3 mal auf Platz 3 ein.

 

Im A-Finale Mini herrschte eigentlich kein Zweifel, dass der Sieg schon vergeben war. Dies kam auch so, um es kurz zu machen. Steffen K. siegte souverän und verdient in allen drei Läufen. Um Platz zwei wurde es aber richtig spannend, da an diesem WE Steffen Ferschke und auch Jochen Schwab trotz besserem Startplatz Schwächen zeigten. Dies spielte Matthias in die Karten, der zunächst von Startplatz 4 abwartend zuschlug, sobald Steffen und Jochen eine Lücke zeigten. Somit ging am Ende Platz 2 an einen glücklichen Matthias, der je 2mal auf Rang 2 einlief, vor Steffen Ferschke und Jochen Schwab.

 

TTSC

Unsere Rückkehrer vom Fighter Cup Finale hatten nichts von Ihrem Biss am Wochenende zuvor verloren. Am Deutschland Finale 2018 stellten wir 7 A-Finalisten in beiden Rennklassen. Der Wahnsinn, und ein deutliches Zeichen des Erfolgs von Ralf Müllers Nachwuchsprogramm „KFZ-Weis Cup“, „Schaeffler-Cup“ und der TTSC, die im Raum Unterfranken einmalig sind. Das Konzept spricht echte Neueinsteiger in das RC-Hobby an, und unterstützt diese in der oft schwierigen Lernphase und danach. Ohne RC-Car Nachwuchs lässt sich eben auf Dauer keine Rennserie am Leben erhalten. Neu sind Überlegungen die Rennklasse „Fighter“ noch weiter bei uns zu etablieren.

 

Beim Tagessieg hatte eigentlich jeder Pascal Leibold auf der Rechnung, da sowohl Damian Kratochwil als auch Daniel Fischer an diesem Wochenende fehlten. Doch schon im ersten Vorlauf gab es gleich mal ein Brett von Michi Will, der sein Auto schon besser auf den Kurs angepasst hatte als Pascal. Auch für die TT01 Fahrer war der Kurs eine Herausforderung an Mensch und Material. Somit boomte auch der Ersatzteilverkauf an diesem Wochenende. Pascal fand aber dann doch noch eine Abstimmung für seinen TT01, mit der er konkurrenzfähig wurde. Somit sicherte er sich wieder einmal die Pole Position vor unserem Wiesners Paule und Michi Will im A-Finale. Paul hatte es geschafft mit nur einem durchgefahrenen Vorlauf sich den zweiten Startplatz zu holen. Ihn hatte der Defektteufel das ganze Wochenende im Griff. Insgesamt drei Mal lockerte sich die Madenschraube am Motorritzel…

 

Testbericht Brushless-Combo:

 

Wie in den Rennen davor testete Ralf auch in Brebersdorf das Carson-16T-Brushless-Set außer Konkurrenz. Mit der Übersetzung 25-55 war er gegenüber den gleich übersetzten Cup-Machine-Fahrern auf der Geraden allerdings leicht unterlegen. Dafür zeigte der Brushless-Motor sein großes Drehmoment aus den Kurven raus. Man konnte das Fahrzeug herrlich mit pulsierendem Gas um die Kurven zirkeln. Der Regentest blieb uns wieder verwehrt, da das Zeitfenster zwischen Land unter und wieder trocken sehr kurz war. Aber wir haben ja noch Hassfurt im September. Da gibt es ja noch Hoffnung einen ausgiebigen Regentest zu fahren.

 Pascal machte dann auch in den ersten beiden A-Fnalen alles klar, und gewann beide, sodass er auf einen Start im 3.Finale verzichtete. Aber um Rang 2 wurde es richtig spannend. Und es wurde die Stunde unseres Fighter Cup Pilots Marius Wachtel, der von Startplatz 4 aus 3-mal als 2ter ins Ziel kam. Ein starker Auftritt mit dem verdienten 2. Platz im heißbegehrten TTSC A-Finale. Tragisch lief es für Paul, der 2mal ausfiel, aber im 3. Finale mit dem Sieg nochmal zeigte, dass auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre. Rang 3 im A-Finale ging verdient an Michi mit 2 dritten Plätzen.

 

B-Finale:

Im B-Finale siegte David Götz (auch ein Fighter-A-Finalist) verdient mit 3 Siegen, der 2. Rang ging an unseren Sonneberg Star Justin Nöth (Sieg im zweiten Rookie-A-Finale am Sonntag beim Fighter-Off-Road-Rennen), der auf den Plätzen 3, 2 und nochmal 2 ins Ziel kam. Thomas Herterich hatte mit einem 2. Platz die Trumpfkarte, um Sabrina Handwerker und Leon Wald mit Ihren 3. Plätzen in den Finalläufen hinter sich zu lassen und wurde der lachende Dritte.

 

C-Finale:

Im C-Finale gings mit harten Bandagen zur Sache, hier geht’s für unsere Rookies noch um „Alles oder nichts“, und das führt manchmal zu etwas übermotivierten Manövern. Aber man sieht, wie ernst unsere Youngster schon bei der Sache sind, so dass auch ein paar ältere Hasen sich mittlerweile anstrengen müssen, hier mitzuhalten. Kilian Müller, ebenfalls noch warm vom Fightercup Wochenende, verwies Reinhold Wischert und Lukas Kolb auf die Plätze 2 und 3, obwohl jeder der drei Fahrer je ein Finale gewinnen konnte. Ein tolles Ergebnis für Kilian, was mit einem alkoholfreien Sprudelwasser bei der Siegerehrung belohnt wurde.

 

D-Finale:

Hier war unser Philipp Niedermeyer unter besonderem Druck, unbedingt einen Sekt zu gewinnen, um bei der bevorstehenden Siegerehrung genügend „Munition“ zu haben. Er musste sich der versprochenen Sektdusche von Matthias erwehren, der seinen Sekt Philipp gewidmet hatte, nach einem etwas frechen Kommentar von Philipp über Joe in der TTSC Whats-App Gruppe. Dort geht es immer schon vor dem Rennen recht lustig zu. Philipp zeigte aber auch 3 tolle Läufe, und siegte 3mal vor Frank Pufe und seiner Tochter Sarah, unserem Siegerehrungs-Sonnenscheinchen. Auch Sie war in Sonneberg am Wochenende zuvor Teil unserer Fighter-Cup Truppe. Ihr Papa Frank fuhr kurzentschlossen in Brebersdorf sein erstes Modellautorennen und hatte zusehends Spaß daran. Womöglich steht er bald regelmäßig neben den anderen Rennpapas, Steffen Winterholt, Wolfgang Simon etc…

 

STW:

Am meisten ausgedünnt aufgrund des Sommerurlaubs war das Feld in der Supertourenwagenklasse, nur 5 Starter liefen 2018 auf in Brebersdorf, obwohl die „Sprungkuppe“ gerade für die STW Autos immer einen Heidenspaß bringt. Eine gute Gelegenheit aber für alle Teilnehmer, das Punkekonto entsprechend aufzubessern. MST-Estenfeld Fahrer Andi Rosel ließ sich an diesem WE die Butter nicht vom Brot nehmen und setzte sich gegen Rainer Liebenstein durch, der 2 mal zweiter wurde und seinerseits Marco Schüßler auf Platz 3 schickte. Ein toller Erfolg für Rainer, der uns ja immer mit seiner flexiblen Startnummernanzeige per Digitaldisplay erfreut. Rolf Jakob zerstörte leider im 1. Finallauf sein Auto und konnte ersatzteilbedingt nicht mehr starten. Er nahm es mit Gelassenheit und unterstützte dafür als Streckenposten. Ansonsten hätte Rolf sicherlich noch ein ernstes Wörtchen bei der Pokalvergabe mitsprechen können.
Beim nächsten Rennen in Hassfurt kann er sicher wieder auftrumpfen.

 

Siegerehrung / Sonstiges:

Die Siegerehrung in Brebersdorf ist ja seit Jahren immer mit einer Sektdusche verbunden. Bevor es diesmal losging, wurde die Drohne gestartet und ein Kreidekreis gezirkelt, in dem das Spektakel stattfinden sollte. So wurde einerseits die Sauerei begrenzt, und wir werden mal ein schönes Filmchen aus der Vogelperspektive davon bekommen. Unser Philipp blieb jedenfalls relativ trocken, hatte er doch eine größere Flasche abgestaubt als Matthias mit Rang 2! Das Filmchen gibt’s bestimmt spätestens bei der Siegerehrung 2018 zu sehen! Gratulation nochmal an alle Gewinner vom gesamten TTSC-Team.

 

Bei der Fahrerbesprechung wurde auch schon über das Highlight 2019 abgestimmt, wo wir wieder zur Frühlingsmesse Auto, Freizeit und Sport eingeladen sind. Die Mehrheit der Fahrer stimmte mit ja, auch wenn dieses Riesenspektakel einen Berg an Arbeit mit sich bringt, den wir bei einem Lauf in Hassfurt oder Estenfeld nicht hätten! Aber das wird natürlich wieder eine tolle Gelegenheit sein, für unser Hobby Werbung zu machen, mit Sondervorführungen in den Pausen und dem Zuschauerfahrten während des Schaeffler-Cups.
Ebenfalls wurde die TTSC-Truppe bereits zum dritten Mal zur Nacht der Ausbildung bei Schaeffler eingeladen. Diese findet am Freitag den 28. September statt. Nähere Infos werden hier noch folgen.

 

Wir freuen uns jetzt schon drauf, und sagen Tschüß und bis bald in Hassfurt zum nächsten TTSC Lauf im Herbst.

 

Eure Crew vom TTSC Racing Team!

 

 

 

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